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Einfluss der Pole auf das Weltklima
und die Bedeutung des Klimawandels für den Hobbygärtner

 

Alle Bilder des Beitrages von Clemens und Marianne Jobst

 

 Eine Kolonie Königspinguine in der Fortuna Bay auf Südgeorgien, Bild von der Expeditionsreise in die Antarktis im Jahre 2013


 

Kurzfassung des Vortrages von Clemens Jobst, 1. Vorsitzender des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Altötting e. V., bei der Hauptversammlung des Gartenbauvereins Burgkirchen a.d. Alz am 25. Oktober 2021

 

 

Arktis und Antarktis, die beiden Pole der Erde, haben einen enormen Einfluss auf das Weltklima. Nordpol und Südpol, um dessen Achse sich die ganze Erde dreht, sind durch ihre Eismassen die Kühlschränke unserer Mutter Erde. Sie regulieren seit Menschen- gedenken unser Klima und waren für unser gemäßigtes Klima in Europa verantwortlich.
Während die Antarktis ein fester Kontinent ist und zwar größer als Europa, bildet die Arktis einen Klimabereich, zu dem Teile verschiedener Länder als auch das zugefrorene Eismeer des Nordpols gehören. Auch das Leben ist unterschiedlich.
In der Arktis wohnen in den dazugehörenden Ländereien Menschen verschiedener Nationen. In der Tierwelt ist vor allem der Eisbär, der Moschusochse und das Walross bekannt. In der Antarktis tummeln sich u.a. verschiedene Arten von Pinguinen, Seeelefant und Seeleopard. Menschen, die dauerhaft dort leben gibt es in der Antarktis nicht. Nur Wissenschaftler, die eine begrenzte Zeit auf den Forschungsstationen der verschiedenen Länder verbringen. Leider wird durch den Klimawandel und der damit verbundenen Erderwärmung das Abschmelzen des Eises an den Polen begünstigt so dass die Klimaregulierung durch die Pole noch weniger stattfinden kann.

Veröffentlichung am 12. Juli 2017. Abbruch des Eisberges B – 15 mit einer Größe von 5.800 qkm, das ist die 10-fache Fläche des Landkreises Altötting.
Im Februar 2020 wurden in der Antarktis Temperaturen von über 20 Grad Celsius gemessen.

Das Abtauen von Eismassen an den Polen verursacht u.a. eine Verringerung des Schutzschildes gegen schädliche UV-Strahlen. Dadurch weitere Erwärmung und Erhöhung des CO2-Gehalts der Atmosphäre. Eine Erhöhung des Meeresspiegels, was zu Landverlust führt. Zusätzlich eine Veränderung des Salzgehaltes der Meere, was zu einer Veränderung der Flora und Fauna in den Weltmeeren führt. Ebenso eine Veränderung der Flora und Fauna auf dem Land.

Folgen einer Erderwärmung um 2 Grad und mehr (Quelle: Die unbewohnbare Erde von David Wallace-Wells) sind u.a. Hitzetod, Hunger, Ertrinken. Flächenbrand, Naturkatastrophen, die keine mehr sind, Süßwassermangel, sterbende Meere, verpestete Luft, Seuchenalarm und Wirtschaftskollaps.



Die Reaktionen der Pflanzen auf die Klimaveränderungen sind u. a.:
Eine Höhere Aufnahme von Kohlendioxid führt zu Veränderungen der chemischen Zusammensetzung des pflanzlichen Gewebes. Reduktion des Stickstoffgehaltes in Blättern, Früchten, Samen und Körnern (schlechtere Backqualität bei Weizen usw.).
Erhöhte UV-Strahlung führt zur Veränderung des Pflanzengewebes (Sonnenbrand, Verbrennungen).
Erhöhter Druck durch größere Schädlingspopulationen und Einwanderung von wärmeliebenden Schädlingen aus dem fernen Ausland (Kirschessigfliege, asiatischer Marienkäfer und Laubholzbockkäfer, Buchsbaumzünsler).
Das Kältebedürfnis mancher Gehölze und mancher Obstbäume wird nicht ausreichend erfüllt (zur Einleitung einer neuen Vegetationsperiode notwendig).
Fehlende Winterkälte fördert ein vorzeitiges Blühverhalten.
Pflanzen, die einen ausgewogenen Wasserhaushalt benötigen, sind durch Trockenperioden gefährdet.
Pflanzen auf extremen Standorten, wie Straßenbäume, Pflanzinseln, Bäume auf befestigten Plätzen und auf Tiefgaragen haben zusätzlich Hitze- und Trockenstress.
       Wärmeres Klima fördert Pflanzenkrankheiten.

Gewinner des Klimawandels wird als Beispiel die Walnuss (Juglans regia) sein, da sie aufgrund der globalen Erwärmung in größeren Teilen Deutschlands mildere klimatische Bedingungen vorfindet.
Verlierer des Klimawandels ist die Fichte (Picea abies), die an kühle und luftfeuchte Bedingungen angepasst ist, die künftig voraussichtlich in kleineren Teilen Deutschlands herrschen werden. Trockenstress kann die Baumart anfälliger für Schädlinge und Sturmschäden machen.

Für den Gartenliebhaber bedeutet der Klimawandel ein Umdenken und auch ein vermehrter Pflegeaufwand bei seiner Gartenarbeit. So werden die verschiedenen Kriterien großen Einfluss auf die Pflanzenwelt und auf unsere Gartenarbeit haben.

Milde Winter
•    Pflanzen benötigen auch im Winter Wasser. Gerade bei den hohen Temperaturen werden Pflanzen wie Immergrüne (Buchs, Thuja etc.) und    Winterblüher (Winterjasmin, Zaubernuss) viel Wasser verdunsten.
•    Sie sollten jene Pflanzen, die bei strengen Winter einen Winterschutz aus Reisig, Vlies und Jute benötigen, bei milden Winterverlauf ausziehen.
•    Das macht sogar Rasenmähen sinnvoll. Wenn Halme wachsen, darf man die Halme schneiden, allerdings nicht so kurz.
•    Wenn noch Blätter auf den Rasen fallen, diese entfernen. Bei warmen Temperaturen können sie faulen und bei spätem Schneefall die Rasengräser mit Pilz infizieren, Schneeschimmel.
•    Frische Triebe oder Knospen (Rosen) belassen und evtl. bei Spätfrost gut verpacken. Die Zeit für einen Rückschnitt ist erst gekommen, wenn die Forsythien blühen.
•    Vermehrte Bodenbearbeitung durch fehlende Frostgare

Anhaltende Trockenzeiten
•    Gießen, gießen, gießen – allerdings richtig, d. h. in den frühen Morgenstunden und seltener aber dafür ausgiebiger und durchdringender gießen
•    Mulchen von offenen Flächen verhindert eine schnelles austrocknen des Bodens
•    Durch Bodenbearbeitung in Form von Bodenlockerung wird der Sauerstoffgehalt verbessert
•    Ausgewogene Düngung
•    Aufstellung von Sonnenschutz bei hitzeempfindlichen Pflanzen
•    Verwendung von standortsgerechten Pflanzen bei Saisonpflanzungen
•    Größere Schnitthöhe bei Rasenflächen

Pflanzenschutz
•    In milden Wintern können viele Schädlingspopulationen und Pilzsporen besser überwintern
•    Milderes Klima begünstigt das Einwandern von wärmeliebenden Schädlingen aus dem fernen Ausland (Kirschessigfliege, asiatischer Marienkäfer und Laubholzbockkäfer, Buchsbaumzünsler)
•    Milderes Klima, vor allem im April, Mai und Juni, begünstigt viele Pilz- und Bakterienkrankheiten, Feuerbrand, Monilia
•    Für einige Krankheiten und Schädlinge gibt es keine Pflanzenschutzmittel

Vorbeugende Maßnahmen bei Neuanlagen
•    Großzügige Verbesserung des vorhandenen Bodens durch entsprechende Zuschlagstoffe
•    Austausch von Bodenmaterial durch pflanzenspezifisches Substrat
•    Großzügige Pflanzflächen und Baumgruben bei Neupflanzungen
•    Verwendung von Pflanzenarten unter Berücksichtigung der Klimaerwärmung

Der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V. hat vor kurzem zu diesem Thema die Broschüre „Gärtnerwissen - Auswirkungen des Klimawandels im Garten“ herausgegeben.

 

Folgende Bilder aus der Expeditionsreise in die Arktis im Jahre 2016 von Marianne und Clemens Jobst

 

 

Danmarkshavn an der Ostküste im Norden Grönlands – die Felsformationen zeigen, dass hier vor nicht zu langer Zeit noch mächtige Eismassen das Land überzogen. Auch das Meereis ging vor einem Jahrzehnt noch geschlossen bis in diese Breiten.

 

 

Mastersvig an Grönlands Ostküste (Nordost-Grönlands Nationalpark). Wo das Eis zurückgegangen ist stellt sich bald eine blühende Vegetation ein

 

 


 

Zigarettenkippen...

Wer ärgert sich nicht vor Geschäften, Banken usw. im Rinnstein Kippen über Kippen,
eine Zigarette ist schnell geraucht. Der Stummel wird meist achtlos am Straßenrand oder im Gebüsch entsorgt,
aber wussten sie, dass ein Zigarettenstummel 40 Liter Grundwasser verseucht !
Das Nervengift Nikotin ist sehr gut wasserlöslich. Aus einem Zigarettenfilter wird es innerhalb nur 30 Sekunden ausgespült.
Und da jeden Tag mehrere Millionen Zigaretten geraucht werden, kann man fast schon von einer Stummelkatastrophe sprechen.
Denn drei Viertel der Kippen landen nicht im Aschenbecher !
Das Verhalten so vieler Raucher ist Himmelschreiend, man kann nur appellieren, denkt nach, unser Wasser ist ein kostbares Gut,
wir alle sind aufgerufen es zu schützen!

Quelle : glomex

 

 

 


 

Wie gehst Du mit unserer Erde um? 

 

 

Die Erde unser Haus, scheint sich immer mehr in einer unermessliche Mülldeponie

zu verwandeln, schreibt Papst Franziskus in seiner Umwelt-Enzyklia.


Menschen verschandeln und verseuchen die Natur.

 

"Gelobt seist Du, mein Herr, durch unsere Schwester, Mutter Erde, die uns erhält

und lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt und bunte Blumen und Kräuter."

Aus dem Sonnengesang des Franz von Assisi


Unser gemeinsames Haus ist wie eine Schwester,

mit der wir unser Leben teilen.

Und wie eine schöne Mutter,

die uns in die Arme schließt.

 

Hast Du schon mal überlegt, wie lange die Verrottungszeiten sind.

Denk darüber nach bevor Du irgendwas wegwirfst.

Also entsorge Deinen Abfall ordnungsgemäß!

 

 

Verrottungszeiten


Bananenschalen 2 Jahre,

Orangenschalen 3 Jahre, Zeitung 3 Jahre,

Papiertaschentücher 5 Jahre, Kaugummi 5 Jahre,

Zigarettenkippe 7 Jahre,

Leder 50 Jahre,

Nylonfasern 60 Jahre,

Plastiktüte 120 Jahre,

Windel 500 Jahre, Plastikflasche 500 Jahre, Blechdose 500 Jahre,

Aluminiumfolie 700 Jahre,

Styropor 6000 Jahre,

Glasflsche 8000 Jahre


QUELLE: NATURFREUNDE ST. GALLEN

 


 

 

Pflanzenkläranlage

 

 

 

 

 

Pflanzenkläranlage 25 qm, (4 EW) horizontal durchflossen

Planung: Dipl.Ing (FH) Karl Obergrußberger

Ausführung 2008: Hartmut Thalhammer & Rupert Meyrl

Wartung: Max Strasser

Abwasseranalyse: CSB Wert 13 mg/l PH Wert 7,2 Gesamt Nitrat 0 mg/l